Initiativtext

GenerationenInitiative

Eidgenössische Volksinitiative «Ja zu fairen und sicheren Renten (Generationeninitiative)»
(im Bundesblatt veröffentlicht am 07.09.2021)

Die Bundesverfassung wird wie folgt geändert:

Art. 112 Abs. 2 Bst. e (betreffend Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge)

2 Er beachtet dabei folgende Grundsätze:

  1. Das Referenzalter (ordentliches Rentenalter) wird periodisch angepasst; massgebend ist die Entwicklung der Lebenserwartung.

Art. 113 Abs. 2 Bst. f-i (betreffend berufliche Vorsorge)

2 Er beachtet dabei folgende Grundsätze:

  1. Die Altersrenten werden im Kapitaldeckungsverfahren finanziert; eine systemwidrige Umverteilung wird vermieden; dadurch
    tragen Aktive und Pensionierte gemeinsam Verantwortung gegenüber den künftigen Generationen.
  2. Die anwartschaftlichen und die laufenden Renten werden periodisch an die Anlageerträge, die Kaufkraft und die Lebenserwartung angepasst; massgebend ist die finanzielle Lage der Vorsorgeeinrichtungen.
  3. Das Referenzalter (ordentliches Rentenalter) wird periodisch angepasst; massgebend ist die Entwicklung der Lebenserwartung.
  4. Teilzeitbeschäftigte werden nicht benachteiligt.

 


Erläuterungen zur Initiative

Durch Annahme der Initiative wird der Gesetzgeber dabei unterstützt, unpopuläre aber notwendige und nachhaltige Gesetze für die Reform der Vorsorge zu erlassen.

  1. Die berufliche Vorsorge soll gestärkt werden und auch in Zukunft ihren tragenden Beitrag zur stabilen Altersvorsorge im Rahmen des Drei-Säulen-Konzepts leisten.
  2. Die Rentenhöhe kann nicht im Voraus lebenslänglich festgelegt werden, weil die Grundlagen dazu nicht bekannt sind. Deshalb müssen Anpassungen an die realen Bedingungen möglich sein. Das kann zu Leistungserhöhungen oder -reduktionen führen. Damit wird die systemfremde Umverteilung wesentlich reduziert. Es sollen keine Leistungsversprechungen (Garantien) nur zu Lasten von nachfolgenden Generationen gemacht werden.
  3. Fairness und echte Solidarität zwischen den Generationen sind nur möglich, wenn auch laufende Altersrenten angepasst werden können. Rechtzeitiges Handeln ermöglicht moderate Anpassungen und verhindert einschneidende Kürzungen in der Zukunft.
  4. Ein Aufschub der Pensionierung führt zu höheren Renten. Dadurch lassen sich Kürzungen der Umwandlungssätze kompensieren. Um den Pensionierungszeitpunkt selber bestimmen zu können, sollen Arbeitnehmende auch im Alter für die Arbeitgeber attraktiv bleiben.

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